Er informiert zum Weltwassertag über die Arbeit.

Wasser und Arbeitsplätze lautet das Leitmotto des Weltwassertages 2016 der Vereinten Nationen. Er findet am Dienstag, 22. März, statt. Arbeitsplätze bieten etwa die kommunalen Wasserversorger der Region.

Am Weltwassertag wird der neue UN-Wasserbericht veröffentlicht. Er analysiert, wie bedeutend die Ressource Wasser für Wirtschaft und Beschäftigung weltweit ist. In unserer Region ist der Wasserverband Weddel-Lehre einer der kommunalen Wasserversorger. Seit Mai 2015 ist Viktoria Wagner dort Geschäftsführerin.

"Unsere Arbeit ist sehr vielseitig", erklärte sie am Sitz des Wasserverbandes in Cremlingen. Zu den Mitarbeitern gehören Schlosser ebenso wie Elektriker, Kaufleute, Anlagenbauer, Baufachleute, Verfahrenstechniker und viele andere mehr. Seine Nachwuchskräfte bilde der Wasserverband selbst aus. Fünf Auszubildende sind das derzeit, die im Fachbereich Verbrauchsabrechnung und der Schmutzwasserentsorgung lernen. 73 Mitarbeiter sorgen dafür, dass im Landkreis Wolfenbüttel die Einheitsgemeinde Cremlingen und die Samtgemeinde Sickte Trinkwasser bekommen, im Großraum Braunschweig-Wolfsburg versorgt das Unternehmen rund 80 000 Menschen.

Wagner selbst ist international tätig gewesen. Die 40-Jährige Mutter eines Sohnes ist verheiratet, hat in Ungarn studiert, in Frankreich Management gelernt und sich zur Fachfrau für Wasser- und Abwasserreinigung ausbilden lassen. Seit Ende der 90er Jahre hatte sie in verschiedenen Unternehmen mit Wasserwirtschaft zu tun. Sie lebt Wasser, könnte man fast sagen.

"Wir haben hier sehr gutes und sehr weiches Wasser", erzählte Wagner. Damit das so bleibt, sind 24 Stunden rund um die Uhr Mitarbeiter im Einsatz. Proben würden regelmäßig ein einem externen Labor begutachtet.

"Trinkwasser ist das am meisten überwachte Lebensmittel", erklärte sie dazu. Abwässer würden dagegen selbst geprüft. "Kläranlagen sind empfindlich. Die Bakterien und Mikroben in den Anlagen vertragen nicht alles gleich gut", erläuterte sie. Die Kollegen, die in der Schmutzwasserverarbeitung unterwegs seien, müssten deshalb auch biologische und chemische Kenntnisse haben.

"Wasserversorger haben eine hohe Verantwortung", sagte sie. Das gelte für den Gewässerschutz, für den Verbraucher draußen am Trinkwasserhahn oder den Mitarbeitern gegenüber.