Auf der Bühne der Kuba-Halle findet die Rockabillynight statt.

Schade. Nun ist die zweite Auflage der Rockabillynight in der Kuba-Halle auch wieder Geschichte. Fünf Stunden handgemachten Rock'n'Roll der 50er und 60er Jahre gab es Samstagabend zu hören. Die Shows wollten mehr Besucher sehen als im Vorjahr. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Bereits im letzten Jahr hatte die Rockabillynight ihre Besucher begeistert. Veranstalter Stefan Göpke, auch bekannt als DJ El Favorito, hatte bei der Zweitauflage erneut seinen guten Riecher für Musik und Musiker bewiesen. Ein Solokünstler und drei Bands begeisterten in der sehr gut gefüllten Kuba-Halle. Als Bonbon gab es vorab die Möglichkeit, das direkt benachbarte Kuba-Museum zu besuchen.

Bis Mitternacht hatte es geöffnet. Zahlreiche Rock'n'Roller nutzten denn auch die Gelegenheit, sich in Originalkleidung der "Fifties" dort einzufinden.

Auf der Bühne ging dann gute fünf Stunden richtig die Post ab. Songs aus den Geburtsjahren des Rock'n'Roll, jener wilden 50er Jahre, die mit Gene Vincent, Roy Orbison oder Dion die Musik jener Zeit maßgeblich beeinflusst haben. Doch zunächst ging es mit dem Braunschweiger Sänger und Entertainer Russ Farrow etwas gemütlicher los. Songs wie das von Dean Martin bekannte "Sway" ließen es mit flottem Swing locker angehen.

Anders mit den nachfolgenden "Round up Boys". Die Berliner Band spielte krachende Rocksongs der 50er Jahre. Nicht umsonst gilt die nachfolgende Band "Spo-dee-o-dee" als eine der besten Bands der europäischen Rockabilly-Szene. Die ebenfalls aus Berlin kommenden Musiker haben mehr als 1000 Shows auf der ganzen Welt hinter sich. Die Quartett um Sänger, Songschreiber und Gitarrist Andy Warner ließ es mit "The house is rockin" und vielen anderem Rhythm and Blues orientierten Material im Stil der 50er und 60er Jahre ordentlich krachen.

Nun, Stühle wie dereinst bei Bill Haley gingen nicht zu Bruch, aber das Publikum, teilweise in originaler oder jener Zeit nachempfundener Kleidung erschienen, war da schon lange nicht mehr zu halten und tanzte ausgelassen vor der Bühne. Schön zu sehen, dass unter den Tänzern einige richtige Rock'n'Roller waren, für die es Extra-Applaus gab.

Als Headliner war der noch recht junge Marcel Riesco angereist. Der Kalifornier bot eine Roy-Orbison-Show vom Feinsten. Wer die Augen schloss, konnte glatt meinen, das Original stünde auf der Bühne. Die Publikumsmeinung zu diesem Abend war eindeutig: Es muss 2016 wieder eine Rockabilly-Night geben.